Neues zu Johann(es) Meister

Ges­tern schrieb ich mei­ne ers­ten Sät­ze zu Johann(es) Meis­ter. Nach eini­gen wei­te­ren Recher­chen ges­tern Nacht zeich­net sich nun ein neu­es und bes­se­res Bild von die­ser Per­son als einen direk­ten Vor­fah­ren ab.

Johan­nes Meis­ter – in ande­ren Quel­len als Johann Meis­ter doku­men­tiert – ist dem­nach ein paar Jah­re noch frü­her gebo­ren, als es in der Witt­gen­stei­ner Fami­li­en­da­tei ver­merkt ist. So wird sein Geburts­jahr zwi­schen 1450–1455 ver­merkt. Als Geburts­ort ist nun Her­born ange­ge­ben, wo er im Jahr 1548 nun dort auch ver­starb. Er war nicht nur Woll­we­be­meis­ter, son­dern auch Rats­herr zu Her­born. Sein Vater wur­de als Hen­ri­cus Meis­ter doku­men­tiert, der in Bal­lers­bach bei Mit­tenaar gebo­ren wur­de und als Wal­drit­ter dien­te. (18.08.2017: Anga­be des Vaters ist feh­ler­haft, da offen­bar nur eine Gleich­heit im Nach­na­men besteht)

Johann(es) Meis­ter hat­te zu sei­nen Leb­zei­ten vier Kin­der: einen Sohn und drei Töch­ter. Der Sohn hieß Hans Meis­ter und hat­te vier wei­te­re Söh­ne; einer davon hieß eben­falls Hans. Wei­te­res ist vom Sohn nichts bekannt.

Inter­es­san­ter wird es jedoch bei den Töch­tern des Johann(es) Meis­ter. Von die­sen drei Töch­tern ist ledig­lich eine Toch­ter nament­lich über­lie­fert: Feychen/Fyge (Sophie). Die Lebens­da­ten der Töch­ter sind:

  • Feychen/Fyge (Sophie): 1490 in Her­born – vor 1561 in Dil­len­burg, Hes­sen
  • namen­los: 1495 in Her­born – 1536 ver­mut­lich in Dil­len­burg, Hes­sen
  • namen­los: 1505 in Her­born – 1546 in Ewers­bach (damals: Ebers­bach) als Orts­teil der Gemein­de Dietz­hölz­tal, Hes­sen

Die jüngs­te Schwes­ter von 1505 hei­ra­te­te vor 1530 einen gewis­sen Fried­rich Hart­tart, der von 1500–1568 leb­te und in Ewers­bach (damals: Ebers­bach) als Orts­teil der Gemein­de Dietz­hölz­tal, Hes­sen. Fried­rich Hart­tart war ein gräf­li­cher Schult­heiß (ein mit­te­r­al­ter­li­cher Gerichts­voll­zie­her) ab 1531 bis Lebens­en­de für das Gericht in Ewers­bach gewe­sen. Aus die­sem Zweig der Fami­lie ent­stam­me ich. (Fried­rich Hart­tart hei­ra­te­te spä­ter ein zwei­tes Mal; eine gewis­se Frau namens Mer­ge).

Mehr über das Fami­li­en­ge­schlecht der Harttart/Hartart/Hartert kann man auf der Web­sei­te von Chris­ti­an Hartard erfah­ren.

Die namen­lo­se Toch­ter von 1495 des Johann(es) Meis­ter hei­ra­te­te einen Mann namens Thys Wirth. Er war Wein­ver­käu­fer, Kell­ner und sogar Bür­ger­meis­ter von Dil­len­burg gewe­sen.

Die ältes­te Toch­ter des Johann(es) Meis­terFeychen/Fyge (Sophie) – war von 1539–1546 Hof­meis­te­rin der Grä­fin Julia­ne von Nas­sau gewe­sen. Sie hei­ra­te­te im Jahr 1509 Johann Hatz­feld (auch: von Hatz­feld, Haitz­feldt). Die­ser war Erb­burg­mann von Sie­gen, von 1525–39 Kel­ler und auch Schult­heiß in Dil­len­burg. Der inter­es­san­te Punkt ist hier, dass die direk­ten Vor­fah­ren von Johann Hatz­feld aus dem direkt aus dem euro­päi­schen Adel ent­stam­men.

Die dama­li­gen nahe­ste­hen­de Per­so­nen um Johann(es) Meis­ter ent­stam­men somit des Gra­fe­n­a­dels bzw. hat­ten hohe Ämter inne. Ich wur­de vor kur­zem gefragt, ob es berühm­te oder ade­li­ge Per­so­nen in mei­nen Vor­fah­ren gibt. Mit mei­nem aktu­el­len Fund kann ich nun ein gewis­ses JA geben.

Autor: Michael Johne

Blogger, Programmierer, Astronom, Dichter, Hobby-Genealoge, Namensforscher, Sprachanalyst, Freizeit-Fotograf, Weltenträumer

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