Der Ahnenpass von Willy Helmut Hensel

Ges­tern besuch­te ich mei­nen Groß­on­kel in Ber­lin-Hein­ers­dorf. Sinn­ge­mäß konn­te ich dort fet­te Beu­te machen. Unter ande­rem viel mir auch der Ahnen­pass sei­nes Cou­sins Wil­ly Hel­mut Hen­sel in die Hän­de.

Wil­ly Hel­mut Hen­sel war der Cou­sin mei­nes Groß­on­kels gewe­sen. Ihre bei­den Väter waren Brü­der gewe­sen unter wur­den bei Neu­kirch in der Lau­sitz von Sach­sen gebo­ren. Wäh­rend mei­nes Besuchs bei mei­nem Groß­on­kel in Ber­lin-Hein­ers­dorf gelang­te ich an dem Ahnen­pass sei­nes Cou­sin Wil­ly Hel­mut Hen­sel, den er bei sich auf­be­wahr­te.

Für die Unwis­sen­den: Einen Ahnen­pass ent­stammt aus der Zeit des Zwei­ten Welt­kriegs und wur­de von damals vom Drit­ten Reich ein­ge­führt. Er dien­te dem Zweck, sein ari­sches Blut durch Abstam­mungs­nach­wei­se sei­ner Vor­fah­ren in Deutsch­land zu leben (d. h. der Nach­weis als Ari­er gel­tend zu machen). Sol­che Nach­wei­se der Vor­fah­ren kön­nen zum Beginn des 18. Jahr­hun­derts rei­chen und sind eigent­lich schon die hal­be Mie­te eines Ahnen­for­scher, der auf der Suche nach sei­nen Vor­fah­ren ist. SO ein Ahnen­pass nimmt viel Arbeit ab. Der Ahnen­pass selbst hat nicht die typi­sche Grö­ße und das For­mat eines Rei­se­pas­ses, wie wir es heu­te ken­nen, son­dern es ent­sprach mehr einem Heft im DIN-A5-For­mat.

Ich konn­te aus dem Inhalt des Ahnen­pas­ses, der im Besitz mei­nes Groß­on­kels ist, ein paar foto­gra­fi­sche Kopi­en machen, die ich der All­ge­mein­heit zwecks wei­ter­füh­ren­de Ahnen­for­schung zur Ver­fü­gung stel­le.

Autor: Michael Johne

Blogger, Programmierer, Astronom, Dichter, Hobby-Genealoge, Namensforscher, Sprachanalyst, Freizeit-Fotograf, Weltenträumer

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