Haben meine Schweizer Vorfahren den Emmentaler Käse hergestellt?

Emmentaler - ein Schweizer Käse mit besonders, großen Löchern

Vor kurzem habe ich beim sprich­wörtlichem Über­fliegen von Infor­ma­tio­nen mein­er Vor­fahren aus der Schweiz den Begriff Emmen­tal” wieder ein­mal gele­sen. Es ist ein bergiges Tal­ge­bi­et im schweiz­erischen Kan­ton von Bern, wo meine Rothenbühler-Vorfahren herka­men. Ich musste daher plöt­zlich fest­stellen, dass aus dem Emmen­tal ein welt­bekan­nter Käse herkommt.

War ich blind vor lauer Ahnen im Stamm­baumwald? Dass aus dem Emmen­tal ein welt­bekan­nter Käse herkam und dass das Emmen­tal als Namensge­ber fungierte, fiel mir bish­er nicht auf. Der Emmen­taler! Der Emmen­taler ist der welt­bekan­nte Käse, der aus dem Emmen­tal herkommt. Es ist ein Käse mit großen Löch­er inne und einem nus­si­gen Geschmack. Er enthält 45 Prozent Fett in der Trock­en­masse. Heute wird der Käse natür­lich in aller Welt pro­duziert. Seinen Ursprung hat er aber im Emmen­tal, wo meine Schweiz­er Vor­fahren herka­men.

Es war ein gewiss­er Johannes Rothenbühler/Rothenpieler gewe­sen, der kurz nach dem Dreizigjähri­gen Krieg aus der Schweiz nach Siegen-Wittgenstein zog und sich dort nieder­ließ. Sein Groß­vater Benedikt Rothen­büh­ler (= Benedicht Roten­büler) lebte im kleinen Gehöft Rothen­bühl. Durch diesen Gehöft ver­dankt er auch einen Fam­i­li­en­na­men als Herkun­ft­sna­men: Rothen­büh­ler. Mit dem Zuzug von Johannes Rothenbühler/Rothenpieler wan­delte sich der Fam­i­li­en­name durch regionale und dialek­tis­che Lau­tan­gle­ichung von Rothen­büh­ler zu Rothen­piel­er. Johannes Rothenbühler/Rothenpieler gilt sprich­wörtlich als Stam­m­vater aller Rothen­piel­er in Deutsch­land.

Das Emmental mit den 3 Herkunftsorten meiner Schweizer Vorfahren: Lützelflüh, Grünnenmatt und Rothenbühl (v. l. n. r.)
Das Emmen­tal mit den 3 Herkun­ft­sorten mein­er Schweiz­er Vor­fahren: Lützelflüh, Grün­nen­matt und Rothen­bühl (v. l. n. r.)

Das Emmen­tal (bern­deutsch: Ämmi­tau) selb­st liegt im im Bern­er Mit­tel­land. Es umfasst die Einzugs­ge­bi­ete der bei­den Flüsse Emme und Ilfis vom Hohgant bis Burgdorf und das Unterem­men­tal von Burgdorf bis zur solothur­nischen Kan­ton­s­gren­ze. Die grössten Ortschaften sind Burgdorf, Lang­nau, und Sum­iswald. Das Land­schafts­bild ist von Wiesen und Wei­den geprägt. Viele Hügel sind weit­ge­hend mit Nadel­wald bedeckt. Die zahlre­ichen Bauern­be­triebe leben vor allem von der Viehzucht. Die Viehbestände bilden die Grund­lage für die Pro­duk­tion des bekan­nten Emmen­taler Käs­es, der immer noch in zahlre­ichen Dor­fkäsereien pro­duziert wird. Typ­isch für das Emmen­tal sind die stat­tlichen Bauern­häuser mit riesi­gen auf den Seit­en bis fast an den Boden reichen­den Walmdäch­ern. Die Töpfer­eien des Emmen­tals gehören zu den bekan­ntesten der Schweiz. Die bekan­nte Lang­nauer Keramik wird seit dem 17. Jahrhun­dert in fast unverän­dert­er Form pro­duziert.

Namensge­ber für das Emmen­tal ist der Fluß Emme. Ihr Name geht ver­mut­lich auf das gallisch-keltische Wort ambis (= Fluss, lat. amnis) zurück. Die Emme entspringt im Gebi­et zwis­chen Hohgant und Augst­matthorn im Kan­ton Bern direkt an der Gren­ze zum Kan­ton Luzern. Die 80 km lange Emme durch­fliesst das Emmen­tal und mün­det im soge­nan­nten Emmen­spitz unter­halb von Solothurn in die Aare. Die wichtig­sten Zuflüsse der Emme sind die Ilfis, die Urte­nen und der Limpach.

Nun weiß ich auch, warum der Emmen­taler mein Lieblingskäse ist. Da frage ich mich, ob und inwieweit meine Vor­fahren aus Rothen­bühl dem Emmen­taler Käse pro­duziert haben…

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Autor: Michael Johne

Blogger, Programmierer, Astronom, Dichter, Hobby-Genealoge, Namensforscher, Sprachanalyst, Freizeit-Fotograf, Weltenträumer

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