Die Schlüsselmomente in meiner Ahnenforschung

Der Archivbegleiter Lars Thiele hat vor einiger Zeit eine Blogparade mit dem Thema „Schlüsselmomente Ahnenforschung“ erstellt und seine genealogische Leserschaft aufgefordert, ihre eigenen bedeutsamen Ereignisse in der Ahnenforschung zu veröffentlichen. Wie einige andere auch folgte ich diesem Aufruf und stelle hier nun die Schlüsselmomente aus meiner Ahnenforschung vor.

Kurioserweise weiß ich leider nicht mehr, wie mein Interesse zur Ahnenforschung entstand. Das Interesse war plötzlich da – so, als hätte jemand den Lichtschalter umgelegt und das Licht angemacht. Das war vor ca. 7-8 Jahren gewesen, als das plötzliche Interesse zur Ahnenforschung entstand. Vor dieser Zeit war ich mit dem Thema über die Ahnenforschung nie bewusst in Berührung gekommen, welches mich evt. indirekt beeinflusst haben könnte. Ich hatte auch bisher nie Gedanken über meine Vorfahren gemacht. Es gab auch keine Aktionen oder Hausaufgabe aus meiner Zeit in der Schule, die mich unbewusst gelenkt haben könnten, z. B. das Erstellen eines Stammbaums etc. Das Interesse zur Ahnenforschung war plötzlich da. In gewisser Weise kann man sage, dass es gottgewollt war.

Meine anfängliche Ahnenforschung war wie so oft zunächst simpel gestrickt: Man notiert sich Namen, Daten, Hinweise und versucht diese halbwegs gut strukturiert zu ordnen. Da ich schon früh mit einem PC handwerkte, begann ich meine ersten Daten bei MyHeritage und bei Ancestry abzuspeichern. Meine Anmeldung bei beiden Diensten erfolgte am 31. August 2010. Im Laufe der Zeit merkte ich, dass mir MyHeritage in seiner Benutzung mich mehr ansprach als Ancestry, weshalb ich seitdem MyHeritage aktiv nutzt. Seit gut einem Jahr jedoch verwende ich aber für Recherchezwecke Ancestry intensiver, da ich hier erkannte, dass Ancestry in seinem Datenbestand Informationen beinhaltet, die meinem Anspruch dienen, was MyHeritage leider nicht mehr überbieten kann. Zusätzlich blicke ich auch im Kirchenbuchportal „Archion“, bei Geneanet oder auf GEDBAS vorbei.

Zu Beginn meiner Ahnenforschung war meiner Stammbaum auf ca. 200 Familienmitglieder angewachsen und bedingt durch meine frühe Unerfahrenheit merkte ich, dass ich nicht mehr weiterkam. Doch dann – vor ca. 5-6 Jahren ereignete sich eine Gegebenheit, die meine gesamte Ahnenforschung um Meilen voranbringen sollte: Während ich damals meinen Bruder besuchte, meldete über das damalige, soziale Netzwerk „Wer kennt wen“ ein Ahnenforscher aus Hessen bei meinen Bruder. Da ich durch gute Umstände an diesem Tag anwesend war, konnte ich mit diesem Ahnenforscher aus Hessen schnell einen Kontakt aufbauen. Dieser Ahnenforscher legte dar, dass wir gemeinsame Vorfahren aus Hessen hatten und er teilte mir seine bisherigen genealogischen Erkenntnisse mit, die für meine Forschung relevant waren. Dieser Umstand des Kennenlernens mit gemeinsamen Wurzeln war der Ausgang für viele weitere, neue Erkenntnisse in meiner Ahnenforschung. Erst einmal einen Stein ins Rollen gebracht, bekam die ganze Sache richtig in Fahrt.

Seit dieser Gegebenheit veränderte sich einiges in meiner Ahnenforschung, meine Erfahrungen durch Learning by doing stiegen und neue, überraschende Erkenntnisse über die Herkunft meiner Vorfahren gewann ich. Was sich alles veränderte und welche neuen Erkenntnisse ich erfuhr, schreibe ich vielleicht ein anderes Mal nieder. Für einen kleinen Vorgeschmack empfehle ich jedoch mein Interview auf MyHeritage, das im Sommer 2015 machte.

Autor: Michael Johne

Blogger, Programmierer, Astronom, Dichter, Hobby-Genealoge, Namensforscher, Sprachanalyst, Freizeit-Fotograf, Weltenträumer

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