FN Plänitz

Plä­nitz ist mein Geburts­na­mena­me mei­nes Vaters Hei­ko Joh­ne (geb. Plä­nitz) (1958–2005). Die­ser FN trägt sich eine Gene­ra­tio­nen als Nach­na­me bei mei­nen Vor­fah­ren zurück.

Der Nach­name in den Familie

Der FN Plä­nitz trug eigent­lich mein ver­stor­be­ner Vater als Geburts­na­men. Jedoch nahm er den FN Joh­ne mei­ner Mut­ter an. (Wei­te­res kann man in der Info­sei­te zum FN Joh­ne ent­neh­men.). Hei­kos Vater – Her­bert Wolf­gang Plä­nitz (1937−2013) – trug eben­falls den Fami­li­en­na­men. Jedoch wur­de im der Nach­na­me durch eine Namens­er­tei­lung sei­nes Stief­va­ters Her­mann Her­bert Plä­nitz (1912-?). Denn sei­ne Mut­ter Alma Emma Else Plä­nitz (geb. Rich­ter) (1916−1973) zeug­te ihn ent­we­der unehe­lich oder durch ein vor­her­ge­hen­de, bis­her nicht bekann­te Ehe. Über den wah­ren Vater/Erzeuger von Her­bert Wolf­gang Plä­nitz ist bis­her nicht bekannt.

Mei­ner Vater Hei­ko Joh­ne (geb. Plä­nitz) hat übri­gens noch zwei wei­te­re leben­de Geschwis­ter. Fer­ner brach­te die Ehe zwi­schen Her­mann Her­bert Plä­nitz und eben­falls zwei Kin­der her­vor. All die genann­ten und noch leben­den Per­so­nen tra­gen den FN Plä­nitz.

Die Bedeu­tung des Nachnamens und die Häu­fig­keit des Nach­na­mens in Deutschland

(Fol­gen­de Text­ab­schnit­te ent­stam­men auch mei­nem frü­he­ren Blog-Ein­trag Die Bedeu­tung und die Her­kunft des Nach­na­mens PLÄNITZ in Ver­bin­dung mit PLANITZ, VON DER PLANITZ, PLAUNITZ und PLANITZER. Damals hat­te ich die­ses The­ma bereits aus­ge­ar­bei­tet. Ohne die Häu­fig­keit des Nach­na­mens in Deutsch­land lässt sich die Bedeu­tung des Nach­na­mens schwer erah­nen.)

Der Nach­na­me Plä­nitz klingt so ziem­lich ost­deutsch. Kein Wun­der, so weist doch sei­ne Wort­endung “-itz” auf eine ört­li­che Nie­der­las­sung von Mensch & Vieh zur dama­li­ger Zeit der Sla­wen hin. Eine gra­fi­sche Namens­ver­tei­lung für Deutsch­land ist meist ein hilf­rei­ches Mit­tel, um der Her­kunft und Bedeu­tung eines Nach­na­mens auf der Schli­che zu kom­men.

Fol­gen­des ist die gra­fi­sche, abso­lu­te bzw. rela­ti­ve Ver­tei­lung des Nach­na­mens Plä­nitz in Deutsch­land.

Auf bei­den Gra­fi­ken erkennt man, dass eine star­ke Kon­zen­tra­ti­on im Bun­des­land Sach­sen erkenn­bar ist und zwar genau­er bei den bei­den Land­krei­sen Döbeln und Mei­ßen; aber auch im Zwi­ckau­er Land (dazu gleich mehr). Doch was fin­det sich bei den bei­den Land­krei­sen Döbeln und Mei­ßen?

Goog­le schafft hier schnell Hil­fe: Man fin­det das Dorf Pla­nitz als Orts­teil der Gemein­de Käb­schütz­tal im Land­kreis Mei­ßen. Die Kon­zen­tra­ti­on der Ver­tei­lung des Nach­na­mens Plä­nitz ver­weist auf die­sen Orts­teil. Pla­nitz (Käb­schütz­tal) hat nur ca. 150 Ein­woh­ner und wird erst­mals im Jahr 1264 als Plau­neu­uiz erwähnt. Im Jah­re 1287 wird ein Mar­ti­nus de Pla­we­nitz erwähnt. Der Orts­na­me ent­wi­ckel­te sich fol­gend über Pla­wan­wicz (1334), Plaw­nicz (1466) und Bla­nicz (1551) zu Pla­nitz im Jahr 1791.

In die­sem Orts­teil Pla­nitz (Käb­schütz­tal) leb­te im frü­he­ren Mit­tel­al­ter das vogt­län­di­sche Adels­ge­schlecht Pla­nitz. Ein Ludo­vi­cus de Plav­niz wird am 8. Dezem­ber 1192 in Mer­se­burg erst­mals urkund­lich erwähnt, mit die­sem beginnt auch die direk­te Stamm­rei­he. Von die­sem Adels­ge­schlecht stammt der Nach­na­me von der Pla­nitz ab. Aber auch der Nach­na­me Pla­nitz könn­te im Lau­fe der Jahr­hun­der­te als Abwand­lung der Benen­nung des Adels­ge­schlecht von der Pla­nitz bzw. als Nen­nung des Orts­na­mens Pla­nitz abstam­men. Des­glei­chen gilt auch für den Nach­na­men Plä­nitz, wobei sich der Buch­sta­be A zu einem Ä wan­del­te; ver­mut­lich auf­grund einer sprach­li­chen Gege­ben­heit.

Vom eins­ti­gen Adels­ge­schlecht von der Pla­nitz gibt es heu­te noch nach­weis­ba­re, aber wenig leben­de Nach­kom­men mit dem Nach­na­men von der Pla­nitz. Eine gra­fi­sche Namens­ver­tei­lung in Deutsch­land macht in die­sen Fall lei­der kei­nen Sinn. Der Nach­na­me Pla­nitz kommmt in Deutsch­land hin­ge­gen es häu­fi­ger vor und ist in ganz Deutsch­land ohne erkenn­ba­rer Kon­zen­tra­ti­on ver­teilt, wie es fol­gen­de Gra­fi­ken bele­gen.

Was ist aber die sprach­li­che Bedeu­tung des Nach­na­mens Pla­nitz und des gleich­na­mi­gen Orts­teils im Käb­schütz­tal? Der Name Pla­nitz kommt aus der sla­wi­schen Spra­che und ent­stammt des­sen sla­wi­schen Wort plaw. Die­ses Wort bedeu­tet sinn­ge­mäß Schwemm­bach” oder her­ab­flie­ßen­der Was­ser­lauf”. Es ist kein Wun­der, denn in der Nähe von Pla­nitz im Käb­schütz­tal fließt der so genann­te Pla­nitz­bach.

Im Übri­gen hat der sehr sel­te­ne, deut­sche Nach­na­me Plau­nitz eben­falls eine sehr nahe Ver­wandt­schaft zum Namen Pla­nitz. Dem Nach­na­men Plau­nitz liegt noch eine der älte­ren For­men von Pla­nitz zugrun­de, z. B. Plav­niz (1192) oder Plaw­nicz (1466). Die­ser Nach­na­me ist jedoch sehr, sehr sel­ten und nicht ein­mal im deut­schen Tele­fon­buch ver­zeich­net.

Der Orts­teil Pla­nitz (Käb­schütz­tal) ist jedoch nicht die ein­zi­ge Ort­schaft in Sach­sen, des­sen Orts­na­me auf dem sla­wi­schen Wort plaw zurück­geht. So dien­te das Wort auch als Basis des Namens der Kreis­stadt Plau­en nahe Zwi­ckau, dem Stadt­teil Plau­en von Dres­den oder dem ehe­ma­li­gen Stadt­teil Pla­nitz von Zwi­ckau.

Und genau dem ehe­ma­li­gen Stadt­teil Pla­nitz von Zwi­ckau, der vor dem Jahr 1944 eine eigen­stän­di­ges Stadt war, ent­stammt der Nach­na­me Pla­nit­zer. Jemand aus die­ser Stadt wur­de Pla­nit­zer genannt, ähn­lich wie ein Ber­li­ner aus Ber­lin, ein Bre­mer aus Bre­men oder ein Ham­bur­ger aus Ham­burg. Eine gra­fi­sche Ver­tei­lung des Nach­na­mens Pla­nit­zer bestä­tigt die Annah­me durch die Kon­zen­tra­ti­on im Zwi­ckau­er Land.

Natür­lich kann aber auch der ehe­ma­li­ge Stadt­teil Pla­nitz in Zwi­ckau als Quel­le des Nach­na­mens Plä­nitz gedient haben, denn – wie am Anfang des Bei­trags kurz abge­deu­tet – fin­det sich auch eine klei­ne erkenn­ba­re Kon­zen­tra­ti­on im Zwi­ckau­er Land wie­der.

Kommentar verfassen