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Entdeckungen Geschichte

Trachauer Straße 41

Eben gera­de habe ich ein­mal in dem Adress­buch von Rade­beul des Jah­res 1939 geschaut und habe nach der Adres­se mei­nes Urgroß­on­kels Fried­rich Arthur HENSEL gesucht und gefun­den. Es war die Tra­ch­au­er Stra­ße 41 gewe­sen (https://​digi​tal​.slub​-dres​den​.de/​w​e​r​k​a​n​s​i​c​h​t​/​d​l​f​/​8​5​4​6​3​/37). Er wur­de 28. Nov. 1896 in Neu­kirch (Lau­sitz) gebo­ren, übte den Beruf des Inge­nieurs aus und hei­ra­te­te am 1. Nov. 1924 in Kohl­furt (heu­te Polen; Węg­li­niec) sei­ne Ehe­frau Käthe Wil­hel­mi­ne METZ, die am 20. Nov. 1903 in Prin­zen­thal bei Brom­berg (heu­te Polen; Bydgoszcz-Wil­cak) gebo­ren wur­de. Er war 27 Jah­re alt und sie war 20 Jah­re alt. Sei­ne Ehe­frau ver­starb am 14. Mai 1967 im Alter von 63 Jah­ren in Dres­den, wo sie dort 9 Tage spä­ter am 22. Mai auch beer­digt wur­de. Er selbst ver­starb genau 11 Mona­te spä­ter – am 14. Apr. 1968 im Alter von 71 Jahren.

In der Tra­ch­au­er Stra­ße 41 wuchs mei­ne Groß­mutter Käthe Wil­hel­mi­ne HENSEL auf, die spä­ter in ihren erwach­se­nen Jah­ren mit ihrem Mann Wal­ter Löser das Haus über­nahm. Das war gleich­zei­tig auch das Wohn- und Eltern­haus mei­ner Mut­ter gewe­sen, wo sie auf­wuchs. Mei­ne Mut­ter zog spä­ter mit ihrem ers­ten Ehe­mann nicht weit ent­fernt in eine Woh­nung, die in der glei­chen Stra­ße lag und wo ich dort auf­ge­wach­sen bin: Tra­ch­au­er Stra­ße 4.

Als mei­ne Urgroß­el­tern Wal­ter LÖSER und Käthe Wil­hel­mi­ne HENSEL im Jahr 1953 hei­ra­te­ten, war ein unmit­tel­ba­rer Nach­bar Fried­rich ROTHE von der Haus­num­mer 43 aus der Tra­ch­au­er Stra­ße sogar ein Trau­zeu­ge gewe­sen. Vor ca. 6 – 7 Jah­re ich ein­mal ver­sucht, die­sen Fried­rich Rothe zu besu­chen. Lei­der erfuhr ich vom Sohn, der das Haus nun­mehr bewohn­te und eben­falls ein alter Mann war, dass sein Vater lan­ge tot sei. Der Sohn, der das Haus bewohn­te, sag­te mir aber, dass sein Sohn wie­der­um im Bre­men lebt – das ist genau die Stadt, in der ich lebe. Irgend­wie habe ich das Gefühl, dass man­che Schick­sals­we­ge sich immer wie­der kreuzen.

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